Sonntag, 25. Februar 2007

lazy sunday...

So faul wie heute war ich schon lange nicht mehr...
Ich habe den Tag wie Simon (1 Monat und 5 Tage alt) verbracht: Schlafen und essen, very basic.

Der Grund dafür ist der gestrige Abend. Wir (Theresia & ich) hatten Damenbesuch zum Essen und danach ein WG-Party-Date in der Richard-Lehmann Straße. Mit den WG Parties ist das hier was Besonderes: Es sind echte Selbstläufer... Die Leute fahren durch die Gegend und schließen messerscharf von einer Horde Fahrräder vor der Tür auf eine Studentenparty drinnen.
Also gibt es neben den geladenen Gästen jede Menge anderes, höchst alternatives Volk. Wir waren geladen und wurden von der schon schwer angeschlagenen Gastgeberin auch überschwänglich begrüßt. In einem Zimmer spielte eine laute Elektro-Band, in einem anderen war der Rauchsalon mit Kurzfilmen an der Wand, der nächste ließ sich wegen Überfüllung nicht mehr betreten...Alles in Allem eher anstrengend, obwohl einer der Gastgeber in ein Mobiltelefon sprach: "Ja, bei uns ist die Hölle los! HAMMERPARTY!" Klarer Fall von verzerrter Wahrnehmung, das zweite Statement!


Wir sind dann nach einem "Sterni" (== Leipziger Fiege) in den Ballroom geflüchtet, sehr gemütlicher Pub mit großem Veranstaltungsraum und sind dort ordentlich an der Theke versackt.

Schöner Abend.

Am Samstag Morgen (BOMBENWETTER) habe ich mit meinem kleinen Fahrrad einen Ausflug ins ferne (mit diesem Fahrrad ändern sich Dimensionen ganz schnell!) Markkleeberg gemacht. Dort war ein Flohmarkt, und zwar ein richtiger (mit alten Sachen) ! Superschöne Stöberstände & tolles Gelände. Eigentlich wollte ich ja nichts kaufen, deshalb habe ich auch nur meine Umhängetasche mitgenommen. Hat nicht wirklich funktioniert, eine weiß-blaue Sammeltasse aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts hat sich einen Platz in meinem Regal erkämpft... Naja, braucht nicht sooo viel Platz und ist sooooo schön!

Cheers, A.

Freitag, 9. Februar 2007

Singer Talk & Sexiest man of neuroscience (NOT Singer)

Heja.
Gestern Abend war ein ganz spezielles Event angesetzt:
Die Paul-Flechsig Lecture. Zu Ehren dieses frühen, Leipziger Neurowissenschaftlers gab sich Wolf Singer die Ehre. Sehr gediegenes Ambiente (Alte Börse, direkt in der Stadt), rappelvoll und ein sehr schöner Vortrag.
Danach fühlte ich mich ein wenig an den letzten Sommer erinnert, es gab nämlich noch 1... Bier im 100Wasser.

Ab heute ist mein Interims-Chef "Sexiest man of Neuroscience": Grund ist seine letzte Veröffentlichung vom Donnerstag

http://www.nature.com/news/2007/070205/full/070205-13.html

Hier bricht gerade die Presse-Hölle los, ich denke Ihr werdet ihn bald mal irgendwo sehen oder von ihm hören! (sternTV, Good Morning America...)

P.S.: Jetzt ist aber erstmal: Wochenende!!!

Montag, 5. Februar 2007

Tagliatelle Dolce Vita?

Wir aßen gerade Tagliatelle 'Dolce Vita', mit Lachs-Sahne-Soße. Lecker, darauf dann einen Ramazotti!
Mein Freitag war gar nicht so dolce, da hat mich nämlich der Blues erwischt...
Ja. Schlimm, das. Keiner da, aber echt gar keiner! Sind alle ausgeflogen (nur, um den Freitagabend nicht mit mir verbringen zu müssen, natürlich!). In genau so einer Stimmung bin ich dann zum Südplatz-Spätverkauf (das ist Hochdeutsch für das sächsische Südplatzspäti), habe mir eine Flasche Holsten (im Norden wär das NIE passiert) gekauft und bin ein wenig spaziert.
Dann fing es an zu regnen.
Aber nicht nur zu nieseln, NEIN NATÜRLICH NICHT!
Ich latschte also pladdernass mit einer Pulle Bier auf der Hand durch die Südvorstadt und tat mir leid. In meiner Welt waren alle trocken und glücklich und mindestens zu zweit unterwegs zu einer tollen Abendverabredung. Als ich mein Bier ausgetrunken hatte (ich kam mir vor wie 16 1/2) habe ich die leere Flasche zum Glück in meinen Rucksack gepackt.

Kurz darauf traf ich nämlich meinen Retter in schimmernder Rüstung (die, zugegebenermaßen, auch ganz schön nass war): Meinen Interims-Chef! Er lud mich dann auf ein paar Bier ein und Alles war wieder gut... An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön für die Rettung vor dem Blues, John!!!

Den Samstag Abend habe ich dann wieder in heimeliger Junger-Familien-Idylle in Stötteritz verbracht, gemütlich.
Es ist eine kleine Katastrophe passiert: Meine Kiosks-Frau, die mir schon nach ein paar Tagen den morgendlichen Wunsch von den Augen ablas, hat den Dienst quittiert! An ihre Stelle ist eine äußerst Charme-resistente Mitt-Zwanzigerin von zweifelhafter Intelligenz getreten, das wird eine harte Zeit, bis ich meinen Service wiederhergestellt habe...
Naja, Nebensachen aus dem schönen Leipzig!

Donnerstag, 1. Februar 2007

Molto simpatico

Sabine aus der WG geht ab Freitag für zwei Monate nach Nairobi, Kenia. Deswegen gab es gestern Auflauf in der WG. Essen und Menschen. Vorher war ich im Haus des Buches bei einer Lesung. Ich hatte mir am Montag am Flughafen in Düsseldorf ein englisches Buch gekauft, von dem ich irgendwo im Hinterkopf eine positive Kritik gehört zu haben glaubte: 'Lipshitz 6 or two angry blondes'. Und die Autorin dieses Buches, T Cooper, las also just gestern in Leipzig aus ihrem neuen Buch. Gehste mal hin, dachte ich so...
Das war vielleicht eine gute Idee! Gemütlicher Abend mit abwechselnd in Englisch & Deutsch gelesenen Passagen, viel Lachen und einer sehr charismatischen, intelligenten & schlagfertigen Autorin. Jetzt habe ich eine signierte Ausgabe eines Buches, welches erst 2 Tage zuvor veröffentlicht wurde. Das war nämlich das erste, was sie mich fragte: T: Wo hast Du denn diese Ausgabe her? A: Äh, vom Flughafen... T: Man, that was quick! The paperback was released just two days ago in the United States! A: Äh, to be honest I haven't read it yet. But you made me very curious about it...! T: I hope you enjoy this little book of mine!
Tja, soviel dazu. Schöner Abend. Dazu trug auch bei, daß ich, kaum zu Hause angekommen, schon Essen serviert bekam: So muß das sein! Gemüsegratin und zum Nachtisch Vanilleeis mit Hagelslag, lecker.
Da Theresia und ich am Abend zuvor einen Film schauen wollten, doch leider von 2 Flaschen leckerem Rotwein daran gehindert wurden, war der Abend gestern recht ruhig; am Rande gab es einige Diskussionen (ist das in WGs eigentlich immer so?) über Sterbehilfe, Sozialdarwinismus und Max Weber, und den Kleidungsstil der Leipziger Jurastudentinnen ("mir war das egal wie ich ausgesehen habe: Blümschenmütze, grünes Nachthemd über roter Hose, ich fands egal..." , Sabine2).
Stop.

P.S.: Heute war wieder Frühling in Leipzig!!!