Donnerstag, 18. Januar 2007

Well....


Ui, jetzt muß ich noch mal nachdenken.... Also: Am Sonntag raus in die Südvorstadt. Die Karl-Liebknecht-Straße (oder, für treue Leser: die Karli) runter und ein bißchen umschauen. Mein Masterplan war eigentlich nur, mir ein geeignetes Etablissement für die Einnahme von Kaffee & Kuchen zu suchen. Gar nicht so einfach: Alles voller netter Cafés! Auf dem Hinweg (Richtung Süden) habe ich mir meine persönlichen Favoriten rausgesucht, so daß ich auf dem Rückweg ganz gezielt das Café meiner Wahl ansteuern konnte. Meine Wahl fiel auf das 'Puschkin', vielleicht wegen dem schönen roten Stern...
Es war, wie sich bald darauf herausstellte auch eine gute Wahl: Super feiste Trinkschokolade & feiner, warmer Apfelkuchen! Als ich mich so umschaute, blieb mein Blick an einem Pärchen hängen. Irgendwie eigenartig, wie sie so da saßen und sich ein Schnitzel teilten. Hm. Vielleicht lag es daran, daß das Pärchen aus einem schmächtigen Mann und einer mächtigen Dogge bestand... Ein Bissen für Herrchen, einen für Hundi. Fazit: Nettes Viertel, schöner Sonntagsspaziergang. Die Bilder finden sich verstreut in diesem und den folgenden Posts.
Am Abend ha
be ich dummerweise eine Filmguck-Einladung ausgeschlagen und so einen unglaublich langweiligen Polizeiruf 'genossen'.
Montag war nicht weiter bemerkenswert bis auf den netten Abend im 'Volkshaus' mit zwei Freunden von Sabine. Die eine ist Italienerin und hat auch diese typisch italienische Erzählweise, so daß ich andauernd versucht war, die Getränke vor ihrer Nase wegzuräumen.
Am Dienstag
habe ich mich völlig unerwartet mit 'Pädagogischer Psychologie' auseinandergesetzt. Ein Neurobiologe muß sowas ja können, dachte sich Theresia so. Und in der Tat haben wir so Einiges klären können. Zur Belohnung gab es dann auch ein Abendessen, sehr fein.
Gestern Mittag hatte ich ein einschneidendes Erlebnis: Ich war in der Mensa essen und habe 1,50€ für ein komplettes Essen bezahlt. 1,50€. Boah ey. Ok, man muß von einem Muldentablett essen, aber egal! Und soll ich noch was Überraschendes dazu sagen? Es hat geschmeckt! Tjaha... der Osten.
Auf gestern Abend habe ich mich schon die ganze Woche gefreut: Ich war mit Sebastian (der praktischerweise auch jongliert) beim Jongliere
n! Ach, war das schön! Etwas eigenartige Leute da, aber Jongleure sind, glaube ich, komisch. Aber Sebastian hat gestern mal rasch passen gelernt, ich glaube, da geht noch was! Wir haben den Abend dann mit den Standardgästen in unserer Küche (Enrica & David) ausklingen lassen, ich verlotter hier noch völlig!
Am Wochenende bekomme ich Besuch!!! Nur noch ein mal schlafen... ;-)

Sonntag, 14. Januar 2007

Das war das Wochenende das war - Teil 2: Samstag

Am Samstag wollte ich eigentlich zum Friseur, ich sehe nämlich langsam ungefähr so aus:

Quelle: http://www.fiese-scheitel.de

Nette Seite übrigens ;-). Habe ich aber nicht geschafft, weil ich beim Frühstück Theresia in der Küche getroffen habe. Das hat dann etwas länger gedauert, also sehe ich immer noch so aus...

Da ich aber auf jeden Fall einkaufen mußte, bin ich so gegen eins mal losgestratzt, auf der 'Karli' (für nicht Einheimische: Karl-Liebknecht-Straße). Und direkt im ersten Hinterhof gestrandet, das wäre echt was für Madame Retró (hallo Sheba? kommst Du?).
Ein kleiner feiner Laden irgendwo im Hinterhof mit 10.000 Klamotten, bei denen mir echt sofort Sheba bzw. die Bettwäsche meiner Oma eingefallen ist. Ein paar dezentere Sachen gab's aber auch, so daß ich stolzer Besitzer einer neuen Jacke bin!
Am frühen Abend habe ich mich dann aufgemacht, um mir einen Film anzusehen, in der Schaubühne Lichtenfels in Plagwitz. 'Blow up' von 1966, anscheinend habe ich einen echt erlesenen Geschmack, wir waren nämlich ganze 4 (in Worten: vier) Leute im Kino. Mag vielleicht aber auch daran gelegen haben, daß der Film schon um 18:00h lief... Danach war nämlich schwer was los. Auf jeden Fall ist der Laden sehr schön, eine alte Jugendstilvilla, im EIngangsbereich gibt es eine Kneipe und die Veranstaltungen sind in 2 Räumen: Dem 'Ballsaal' (sieht auch genau so aus) und dem 'Grünen Salon', den habe ich leider nicht gesehen... Naja, Film war gut, Essen & Bier dito, schöner Abend. Es folgen Leuchtreklamen aus Plagwitz:










Was sagt man dazu? Na, da kann sich dann ja jeder so seins bei denken...
Der Sonntag folgt dann morgen erst, bin müde (wegen der vielen frischen & guten Luft ;-))

Das war das Wochenende, das war... Ein Streifzug durch die Südvorstadt (u.a.) Teil 1: Freitag

Am Freitag Mittag habe ich die Erfahrung gemacht, daß man in Leipzig (ganz im Gegensatz zur Bochumer Mensa) für ~4€ ein wunderbares, leckeres, satt machendes Mittagessen in schöner Atmosphäre bekommen kann! http://www.literaturcafe-leipzig.de/

Vielleicht sollte das AkaFoe mal einen Spion ausschicken...

Am Nachmittag kam ein lange ersehnter Moment: Das erste Lab-Meeting stand bevor! Nach einem Stegreif-Proposal (traf mich etwas unvorbereitet) kurzes Gespräch mit dem Interims-Chef und dann: Wochenend und Sonnenschein!
Christian hat meine Seite am Freitag erstmal verlassen, inzwischen müßte er Papa geworden sein! Nach ein paar sehr angenehmen Telefongesprächen war der Freitag dann auch recht schnell vorbei...

Donnerstag, 11. Januar 2007

Hinterlistiges Fahrrad

Heute hat mein Fahrrad versucht mich umzubringen. Alles sollte wie ein Unfall aussehen, und es wäre ihm auch beinahe geglückt. So was Hinterlistiges hast Du noch nicht gesehen: Es hat mein Hosenbein zwischen Kette und dem 'Zahnrad' vorn (heißt das da eigentlich auch Ritzel, oder vielleicht Kettenblatt? hm.) eingeklemmt. Beim Fahren. An einem Fahrrad mit RÜCKTRITT. Eigentlich ein Anschlag mit Erfolgsgarantie!
Aber ich habe mich, wendig und akrobatisch wie ich bin, befreien können, jawohl. Unter den Augen einiger feixender Anwohner habe ich mein (Hosen-) Bein aus der fiesen Falle winden können! Pah.

Jetzt fahre ich auch im Leipziger Chic durch die Gegend: Jeder zweite fährt mit hochgekrempeltem rechten Hosenbein, ist echt trendig! Apropos trendig: Aufgrund der herrschenden Wetterverhältnisse war heute 'Out-of-Bed-Style' total angesagt, es war sehr stürmisch und ein wenig Regen gab es auch noch dazu.
Am Abend wollten wir eigentlich unsere verweichlichten Körper stählen und schwimmen gehen, aber das fiel einem Wehen-Alarm zum Opfer. Dafür gab es dann aber hervorragende Pfannkuchen mit Apfelmus, also: Dankeschön!

P.S.: Sebastian hat gerade sein Faschingsmaske ausprobiert: Wasn Schreck!

Freizeitstreß...

Das ist ja wie zu Hause hier, ich komme zu nichts... Schön! Also mit einem Tag Verspätung dann jetzt das Wort zum Mittwoch:
Mittwoch war Frühling in Leipzig! Echt wahr: Sonnenschein, Pullovertemperaturen, lächelnde Menschen und singende Vögel, Wahnsinn! Wir haben das dann auch direkt mal ausgenutzt und zelebrierten ganz gediegen eine feine Kaffeepause in der Stadt. Ich bin ja so was von entspannt, geradezu unheimlich ist das.
Des Abends hatte der liebe Basti zum gemeinsamen Essen der Bewohner unserer WG geladen: Bandnudeln mit Lachs-Sahne-Soße (3x raten, wer die Sauce machen durfte...) & zum Nachtisch 'Moskauer Sahneschnittchen'. Zunächst stand aber das Abenteuer Einkaufen auf dem Programm. Basti hat uns beide mit einem wahren Schiff durch das herrschende Einbahnstraßen-Labyrinth chauffiert. Ich war anfangs etwas nervös, seine ersten Worte im Auto waren nämlich folgende: "Das Auto haben mir meine Eltern zur Nutzung überlassen, ich muß das mal üben. Ich bin kein so guter Autofahrer..." Sprach's, lachte und fuhr los. War spannend, durchaus! Als er zum Essen dann 2kg Nudeln und 4 Flaschen Wein kaufte machte ich mir so langsam Sorgen.
Aber völlig umsonst: Schöner, lustiger & langer Abend mit zusätzlichen Gästen aus Bayern und Italien. Sebastian hat mir Freiberger Bier nähergebracht, echt empfehlenswert!

P.S.: Am Samstag ist Fasching in Leipzig, normal ist das nicht, oder?

Dienstag, 9. Januar 2007

...weiter geht's

Etwas unsanfter Start in den Tag: einer der lieben Mitbewohner ist um 5 vor sieben aufgestanden und mußte anscheinend schon um 7 aus dem Haus... Nach dem Frühstück langsam auf den Weg zur Arbeit gemacht, ich wollte mir ja nicht noch einmal so einen Faux-pas leisten wie gestern. Es kristallisierte sich schnell heraus, daß auch heute kein Chef kommen würde, also habe ich mich erstmal mit dem nötigsten Büromaterial ausgestattet und meinen Schreibtisch bezogen, ein wenig Literatur herausgesucht, einen Kaffee getrunken...
Das Mittagsmahl genossen wir in der Kantine der Stadtverwaltung Leipzig (Außenstelle Prager Straße). Schöner Mix aus DDR- und 60er-Jahre-Charme (Räumlichkeiten und Bedienung). Am Nachmittag ein wenig Kickern auf dem Dach, zur Entspannung, und dann doch noch ein Projekt durchgesprochen! Schön. Zum Abendessen habe ich mir Herrenbesuch (Christian) mit nach Hause genommen, recht gemütlich.
Dann hatten wir noch einen Lokal-Termin in Plagwitz: Kicker-Training, das muß sein! Also auf die Räder und ab durch die Stadt, zu einem dunklen Hinterhof, in ein Gebäude, um das ich normalerweise einen großen Bogen gemacht hätte... (Christian versprach mir hoch und heilig, daß er mich da nicht verkaufen wolle...) Und schon standen wir in Carstens 'Atelier': schwer alternativ & mit einem Kicker ausgestattet. Mit uns anwesend die gesamte Kickermannschaft, sehr spaßig (und sooo schlecht waren wir gar nicht, ehrlich).
Wieder zu Hause traf ich noch einen dritten Mitbewohner -also -in-: Theresia. Schön. (Das sagt sie andauernd). Morgen schmeißt Sebastian (auch mitwohnend) ein WG-Essen, bin gespannt.

Montag, 8. Januar 2007

Der erste Tag: ein MONTAG!

Heute wäre beinahe mein erster Arbeitstag gewesen. Wenn mein Chef dagewesen wäre. War er aber nicht.
Dafür habe ich schon eine Hausärztin in Leipzig, und das nach ungefähr 48h in der Stadt.
Das kam so: Am Sonntag zum Seufzen auf das WG-Zimmer-Bett gesetzt, äußerst verdächtiges Geräusch vernommen; Selbst ist die Frau: Matratze gelupft und festgestellt, daß das Lattenrost sich im Rahmen verkantet hat. Schnell in Ordnung gebracht, dabei aber einen FIESEN Holzsplitter in die rechte Zeigefingerkuppe gerammt. {§&/!!!'*:;=} Fluch, der hier lieber nicht wiedergegeben werden möchte...
Kurz überlegt: Wird der sich wohl auflösen? Bestimmt.... nicht. Aber eine Chance sollte man ihm schon geben, man weiß ja nie...
Montag morgen. Wecker schellt, dazu ein fröhliches Pochen aus dem rechten Zeigefinger. Mist. Naja, erst mal zum MPI, vielleicht ergibt sich ja eine Ausrede. Pustekuchen. Der Einzige, der schon da war, war auch nur zufällig 'schon' da. Kaffee genommen und einen Arzt in der Nähe ausfindig gemacht.
Versucht, ebenjenen zu finden... -> Plattenbauhinterhof, wirklich nichts für Laufkundschaft...
Nach drei Stunden Wartezeit war ich um eine Tetanusspritze, einen internationalen Impfausweis und eine Überweisung zum Chirurgen reicher. Und der Tag hatte so scheinheilig angefangen!
Das Ende vom Lied ist, daß der Kellner in der StäV heute ein wenig besorgt meinen (dick verbundenen, weiß leuchtenden, man-soll-ja-auch-sehen-daß-wir-Stand-Up-Chirurgen-was-gemacht-haben) rechten Zeigefinger beäugte, sich nach meinem werten Befinden erkundigte und meine Schnelligkeit bewunderte, mit der ich mich selbst verstümmeln kann (am Samstag sah er mich noch ohne).


P.S.: Drahtesel ist fit mit Licht und Luft: Die Stadt gehört uns!!!